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Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 06/03/2017, 11:00
von Arthag
Hallo zusammen,

ich möchte meine Erfahrungen ebenfalls mitteilen und hoffe natürlich auf Beschwerdefreiheit in den nächsten Wochen.

Warum habe ich die Korrektur machen lassen?
Zunächst leide ich seit Kindheitstagen an Migräne ohne Aura, vererbt aus meiner Familie. Ich denke, es ist die klassische Variante gewesen mit aufsteigenden pochenden Schmerzen linksseitig bis zum Erbrechen. Diese haben sich allerdings nach der Jugend gelegt. Allerdings kam ab diesem Zeitpunkt ein unterschwelliger zervikogener Kopfschmerz dazu, der die Migräne immer wieder antriggerte. Folge war Schmerzmittelkonsum im Schnitt zweimal pro Woche. Jegliche schulmedizinische Maßnahme vornehmen lassen, ohne Erfolg.
Dann habe ich mich weitestgehend mit den Schmerzmitteln arrangiert, bis mein Orthopäde letztes Jahr meinte, er könne dies mit manueller Therapie durch Physiotherapeuten verbessern. Es wurde mobilisiert und nach einer Sitzung mit ausschließlicher HWS Mobilisierung wurde alles viel schlimmer. Schmerzen in HWS, Dauerspannungen im Schädel (Helmgefühl), Migräneattacken, Rückenschmerzen, Sehschärfeänderung, Schwindel usw. Nach Abklärung alles muskulärbedingt, neue Brille, da Verbesserung um zwei Dioptrin (Unglaublich). Allerdings haben sich die Muskeln nach nun einem Jahr nicht wieder beruhigt. Immer noch linksseitige Spannung mit Migräneattacken. Helmgefühl immer noch täglich.
Soweit zum Urzustand vor Atlantomed.

Die Korrektur fand vor fünf Tagen statt. Linksverschobener Atlas wurde gerade gerückt.

1. Woche:

Positive Reaktionen:
- Aufrechtere Körperhaltung ( Becken nach vorne geschoben, Knicksenkfuss korrigiert)
- Linksseitige Dauerspannung gelöst
- Freiere HWS Bewegung

Negative Reaktionen:
- Zu Beginn Herzrhythmusstörungen (haben sich wieder gelegt)
- Spannungen im Kopf bestehen noch
- Vermehrt Kopfschmerzen und Migräne
- Schmerzen im Brustkragen

Werde Woche für Woche weiter berichten...

Re: Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 06/03/2017, 11:07
von Stefan_R
Ich kenne das auch das dann Schmerzen woanders hin wandern.
Ich hatte noch WOchen, Monate später Rückenschmerzen, Kopfschmerz-Rückfälle, usw.
Mir ging es sofort zu 70% besser. Aber es brach auch immer wieder ein. (Bei mir kam die
Atlassubluxation durch einen Unfall in der Kindheit. Da dauert der Heilungsprozess vielleicht etwas länger)

Was ich empfehlen kann:
- Osteopathie
- sanfte Chiropraktik (Aber nur im Brustwirbelbereich... nicht aber an der oberen HWS)
- Dorn Therapie
- LNB (Liebscher und Bracht). gerade gut wenn man sich steif, verspannt fühlt. Auch am Kopf

Einfach mal ein paar Wochen, Monate abwarten und schauen wie sich das entwickelt.
Zweiten Termin wahrnehmen. Und dann auch weiter Geduld haben. Ich merke auch 2 Jahren
nach der Behandlung immer noch positive Veränderungen.

Wenn Schmerzen im Gesicht, Kopf, Halsbereich bleiben unbedingt CMD mitbehandeln.
Informationen dazu findest du hier:
/fachliteratur-zum-thema-kiefergelenk-u ... llung-2986

Beste Grüße,
Stefan

Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 10/03/2017, 10:58
von Arthag
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die Rückmeldung von Stefan, werde weiterhin durchhalten und deine Vorschläge in Betracht ziehen ;)

Eine Schiene vom CMD-Techniker hatte ich übrigens auch schon das letzte Jahr nach der Mobilisierungsmisere, hatte leider auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Trug sie jede Nacht. Leider ging sie vor ein paar Wochen kaputt. Aber kann ja noch einmal mit dem CMD-Techniker sprechen.

So... Die erste Woche ist mittlerweile vorbei... Was hat sich getan?

Ich habe jetzt seit zwei Tagen einmal pro Woche eine Physiotherapie-Sitzung, welche die Muskulatur lockern soll und nehme täglich Magnesium. Die Herzrhythmusstörungen kamen nicht mehr zurück, also betrachte ich diese erstmal als abgehakt. Auch, und das ist wirklich sehr positiv, hatte ich seit sieben Tagen nicht mehr diesen immensen zervikogenen Kopfschmerz bis zur Migräne. Allerdings warte ich innerlich täglich darauf, dass dieser wie ein Hammerschlag zurückkommt. Häufig passierte das damals beim Wochen - Wochenend - Wechsel. Nun ja, heut ist Freitag, mal sehen wie ich das Wochenende überlebe. Letzte Schmerzmitteleinnahme liegt jetzt sieben Tage zurück. Aber das habe ich auch ab und an vor der Atlaskorrektur geschafft. Ich glaube mein Rekord lag mal bei zwei Wochen ohne Schmerzmittel.

Leider hat sich an den Kopf-/Schädelverspannungen wenig getan, mal besser, mal schlechter... Schmerzen am Kragen des Brustkorbs auch noch da...

Die Korrektur ist jetzt neun Tage her... Am Ende der zweiten Woche kommt der nächste Eintrag.

Re: Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 10/03/2017, 16:23
von Carmen
Schädelspannungsgefühle lassen sich unterstützend sehr gut mit craniosacraler Therapie behandeln...
Vielleicht macht das Dein Physiotherapeut?!

Re: Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 16/03/2017, 10:11
von Arthag
Melde mich wieder zurück... Nun ist die Korrektur 15 Tage her.

Erstmal auch ein Dank an Carmen, werde das mit meinem Physiotherapeuten mal besprechen. Habe es gerade erst gelesen und war natürlich passend dazu gestern beim Physio :/ Spreche ihn dann nächste Woche darauf an.

So... Wie ist derzeit die aktuelle Lage... Meine befürchtete Wochen-Wochenend-Wechsel-Problematik hat sich nicht bestätigt, mir ging es Samstag und Sonntag erstaunlich gut. Habe mich schon gefreut, aber das war wohl zu früh. Der Hammerschlag kam dann doch noch, nämlich am Montag nach dem Wochenende. Erst hat nichts darauf hingedeutet, aber am Nachmittag fing es dann langsam an. Meine linke Seite, die ja die Problemseite von Beginn an war, verkrampfte sich zusehends. Es gab keinen speziellen Auslöser. Die ganze Zeit vorher war diese Seite nach der Korrektur eher unauffällig, da war eher die rechte Seite mit leichten Verspannungen und kleineren Blockaden auffällig. Das erschien mir auch plausibel, weil diese Seite durch die Fehlstatik in den letzten Jahrzehnten auch nicht so beansprucht wurde. Na ja, aber linksseitig wurde es dann wieder so schlimm, dass ich am Abend ein Schmerzmittel nehmen musste und erschöpft früh ins Bett ging. Am Dienstag dann die Nachwehen, starke Blockaden in der linksseitigen BWS plus Schulterschmerzen. Auch erhöhte Muskelverspannung im Schädel und LWS Schmerzen vorhanden. Habe mich durch den anschließenden Tag gequält und bin dann aber trotzdem noch gejoggt, weil Dienstag einer meiner Sporttage ist. Dies ging erstaunlich gut. Nach 10 km-Lauf ging es besser. Gestern dann beim Physio, hat die Blockaden in BWS behandelt. Heute merke ich allerdings die Behandlung vom Physio - verstärkte BWS- und Schädelspannungen, hoffe das es morgen wieder bergauf geht. Werde mich heute wohl mal tapen, das hilft immer gut.

Meine Schmerzmittelzählung muss ich von neuem beginnen, heute ist der dritte Tag ohne Schmerzmittel.

Vielleicht an dieser Stelle angemerkt, einer meiner großen Ziele der Atlaskorrektur war Schmerzmittelfreiheit zu erreichen, da ich in den letzten Jahrzehnten schon so viel von diesem Zeug genommen habe. Bin aber natürlich auch froh, dass es das gibt ;) Will es deshalb auch nicht verteufeln, aber gut für den Körper kann es nicht unbedingt sein.

Jetzt schau ich mal, wie die dritte Woche verläuft. Der Anfang war jetzt nicht so toll, aber gebe natürlich die Hoffnung nicht auf.

Re: Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 23/03/2017, 9:58
von Arthag
Hallo zusammen,

die dritte Woche ist nun vorbei und ich muss leider sagen, dass sich nicht viel getan hat. Die Beschwerden sind gleich geblieben. Auch ein Schmerzmittel musste ich vor fünf Tagen nehmen. Werde jetzt hier auch mit der Zählung aufhören und nur berichten, wenn ich außergewöhnlich lange ohne Schmerzmitteleinnahme durchhalte.

Meinen Physiotherapeuten sprach ich auch bzgl. der craniosacralen Therapie an. Er macht das auch und würde es bei mir einmal in der nächsten Zeit testweise probieren.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues, hatte auf mehr gehofft, aber halte erstmal durch.

Fragte auch meinen Atlantomed Spezialist, ob der Wirbel sich vielleicht wieder verschoben hat, weil die linksseitige Dauerspannung wieder leicht da ist. Er meinte, wenns nicht schlimmer wird, schaut er am Nachkontrolltermin nach. Sprach auch meinen Physiotherapeuten auf die Dauerspannung an, er meinte, nach seinem Empfinden​ ist es nach der Korrektur besser als zuvor. Ich solle abwarten, also werde ich wohl abwarten was die nächste Woche so bringt.

Melde mich dann...

Re: Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 27/03/2017, 16:33
von Wings
Also ich wurde im April 2017 korrigiert und ich kann dir sagen der Körper spielt ewig lang verrückt, bei mir ist das jetzt auch noch der Fall :roll:

Momentan ist es bei mir so, das meine Schultern mein Nacken und überhaupt der gesamte Kopf/Kiefer etc. immer noch mit Triggerpunkten überhäuft sind. Mein Onkel ist Kieferorthopäde und auch CMD Techniker und es ist wohl so das man wenn man den Atlas schon korrigieren lässt, erst mal nach dem Kiefer schaut und dann danach nochmal. Problem ist auch. durch die verspannte Kiefermuskulatur kann der Atlas sich wieder verschieben..... und soweit ich weiß sollte man die Schiene 24/7 drin lassen und nicht rausnehmen (nur beim Essen) da sich die Muskulatur direkt wieder verspannt.

Im Allgemeinen kann ich sagen wie auch in meinem eigenen Thread, das ich viel Positives mitnehmen kann aber auch viel Negatives. Ich hab da schon einen Weg über viel Bewegung und auch wie Stafan sagt L&B gefunden aber ein wenig verzweifelt ist man dann irgendwann doch.

Was ich dir noch empfehlen kann ist bei einem guten Orthpäden Akupunktur.

Grüße ;)

Re: Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 29/03/2017, 15:04
von Arthag
Hallo zusammen,

Und wieder ist eine Woche rum... Noch anderthalb Wochen bis zum Kontrolltermin.

Auch an dieser Stelle, erst einmal einen Dank an Wings für den Beitrag. Du meintest bestimmt April 2016 ;)... In diesem Monat fing es auch bei mir an, durch den ersten Versuch des Physios die Statik wieder hin zu bekommen. Seitdem kämpfe ich mit den Verspannungen im Kopf, die munter immer von den Ohren bis zur Schädeldecke, Schläfe, Stirn oder Hinterkopf wandern. Jeden Morgen lasse ich mich neu überraschen, welche Stelle dran ist. Leider hat da AtlantoTec auch nichts verbessert. Die Sache mit der Schiene ist verständlich, allerdings für mich im Alltag nicht praktikabel. Alleine aus beruflicher Sicht kann ich keine Schiene 24/7 drin lassen.
Wird das mit den Triggerpunkten eigentlich auch mal besser oder muss man damit jetzt Leben. Hat da jemand mal was Positives zu berichten?

Ansonsten wurde es in der letzten Woche ein wenig besser, bis auf gestern, da gab es mal wieder einen Migräneanfall und heute fühle ich mich matsche. Habe gleich meinen Physiotherapeutentermin. Vielleicht kriegt der mich wieder hin.
Zumindest ist die linksseitige Dauerverspannung wieder ein wenig zugegangen.

Positiv ist, dass ich die Wochenenden ganz gut überstehe. Die Attacke folgt meist erst nach dem WE. Somit habe ich schon mal ein paar Tage mehr Schonfrist bis zur nächsten Attacke.

Warten wir mal die letzte Woche vor dem Kontrolltermin ab...

Re: Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 03/04/2017, 9:46
von Alexandros
Hallo Arthag,
zunächst einmal vielen Dank für deine Zeit und für dein ausführliches Protokoll hier im Forum.
Dein Körper arbeitet und das ist gut so.
Wie du hier schon öfters gelesen hast, kann der Heilungsprozess mal mehr mal weniger, mal stärker mal nicht so stark ausfallen.
Zu deiner Frage mit den Triggerpunkten:
Wie entsteht so ein Muskel Hartspann: Es Gibt verschiede Einteilungen wie aktiv, latent, primär oder sekundär.
Häufig entsteht ein Triggerpunkt auf Grund von mangelnder Durchblutung die über Fehlbelastungen oder Stress ausgelöst werden können.
Es ist wichtig, dass der Patient nach Triggerpunkt-Behandlungen selber in seinem Alltag etwas ändert, was die Haltung und was den Stress angeht.
Hier ein kleines Beispiel zu deinen Kopfschmerzen:
Wenn du Nachts häufiger knirscht und auf die Zähne beisst, kann es eine Verarbeitung von Stress sein, die wiederum führen zu Verspannungen verschiedener Muskeln, wie vor allem dem Kaumuskel M. Temporaleis, M. pterygoideus oder dem M. masseter.
Sind die genannten Muskeln danach vertriggert, kann es zu verschiedene Kopfschmerzen kommen.
Es gibt viele verschiedene Entspannungstechniken die sich wunderbar im Alltag integrieren lassen,
wie z.b Tai Chi, LNB Motion, oder einfache Dehnübungen.
Es liegt an dir, was dir besser zusagt.
Freuen uns über deinen weiteren Bericht nach der Nachkontrolle.

Re: Muskelspannung im Schädel

Verfasst: 13/04/2017, 7:47
von Arthag
Hallo zusammen,

Nach einer zweiwöchigen Pause melde ich mich mal zurück. Wollte die Nachkontrolle und deren Reaktionen abwarten.

Auch noch einmal einen Dank an Alexandros an die Aufklärung über die Entstehung der Triggerpunkte. Werde versuchen mich zu entspannen, aber bei einem Bürojob nicht immer leicht. Habe zumindest einen höhenverstellbaren Schreibtisch, so kann ich wenigstens mal aufstehen.
Aber leider hat sich auf die Frage über die Triggerpunkte und deren im Griff bekommen, niemand gemeldet. Vielleicht kommt das ja noch... Wäre schön, mal was von einer 'geheilten' Person zu hören...

Die Nachkontrolle war vor sechs Tagen. Es wurde wieder massiert und der Atlas musste auch noch einmal nach korrigiert werden. Die Reaktionen danach fielen nicht so stark aus, wie vor der ersten Behandlung. Anschließende zwei, drei Tage Schwindel und Knieschmerzen. Verspannungen sind noch immer da. Gestern war ich beim Physio. Er meinte, dass es eigentlich schön locker wäre, passt aber irgendwie nicht mit meinem Befinden überein.

Nächste Woche habe ich nochmal einen Termin bei meinem CMD-Techniker, mal sehen, was er sagt. Neue Schiene oder nicht...

Tja, was soll ich noch berichten, der Zustand ändert sich seit Wochen so wirklich nicht mehr. Es geht mal besser, mal schlechter. Alle sagen, man muss Geduld haben... OK, dann bleibe ich geduldig und hoffe, dass irgendwann der große Durchbruch kommt.

Aber eine Frage hätte ich dann doch noch... Die ganzen Hilfsmittel, wie CMD, LNB, Physio, Massagen, Entspannungstechniken usw. sollen doch nur den Heilungsprozess unterstützen. Wenn man dies alles nicht macht, dauert die Regeneration einfach länger. Habe ich das richtig verstanden?